REVIEW: UNDERCOVER X NIKE DAYBREAK

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Der Nike x Undercover Daybreak – ein tragbares Kunstwerk!

 
 

Aufstieg des Underdogs

Lange war die japanische Mode eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Modebranche. Und das trotz Schwergewichten wie „Comme des Garçons” und „A Bathing Ape”.

In den letzten Jahren schwappten die Trends aber auch nach Europa über und integrierten sich peu a peu in der hiesigen Streetwear-Szene. Brands wie Sacai, Undercover oder Comme des Garcons sind heute nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich großer Beliebtheit bei allen, die sich mit Streetwear auseinandersetzen.

 Kleidungsstücke werden von Japans Modebranche nicht nur als Mittel zum Zweck gesehen, sondern als Kunst – tragbare und funktionale Kunst. Die Klamotten sind verspielter und extrovertierter, als würden sich die grellen Neonröhren an den Fassaden der Häuser in ihr widerspiegeln. Und genau das ist es, was viele Pieces ausmacht. Diese Extravaganz drückt sich nicht zwingend in Farben und Mustern aus: Oftmals geht es auch einfach um neue Schnitte, abgefahrene „Add-Ons” und Gadgets, die das Kleidungsstück in seiner Funktionalität aufwerten.

Genau das hat Jun Takahashi jetzt mit dem Nike Daybreak versucht – und geschafft!

 

Undercover – oder doch nicht?

Der Designer Jun Takahashi rief 1993 die High-End Marke „Undercover” ins Leben und eröffnete 1995 zusammen mit Nigo den Store „Nowhere”. Kurze Zeit später nahm sich Rei Kawakubo, Gründerin der Marke „Comme des Garçons” ihm an und wurde zu seiner Mentorin.

Ihrer Einladung nach Paris folgend, kam eines zum anderen und der französische Store „Colette” bat darum, seine 1998er Kollektion „Exchange” ausstellen zu dürfen.

Nachdem er für Nike die „Gyakusou” Linie und „Uniqlo Undercover” für Uniqlo entwarf, ist „Undercover” heutzutage eine der bekanntesten japanischen Streetwear Marken und nicht mehr aus der Szene wegzudenken.

 

Tragbare Kunst

Neben den Daybreaks in „Black” und „Blue Jay” kam noch ein weiterer schwarzer Colorway für Damen dazu. Während der schwarze Daybreak für Herren einen weißen Swoosh, eine weiße Zungenspitze und weiße Laces hat, kommt der schwarze WMNS Colorway im komplett schwarzen Gewand aus Suede und Nylon daher – was meiner Meinung nach cleaner und weniger „Retro” wirkt. Der Blickfang und auch der Grund, weshalb der Schuh polarisiert und überraschender Weise immer noch zu kaufen ist, ist aber eindeutig der schwarze „Spoiler” an der Ferse, den Jun Takahashi dem Modell verpasste. Neben diesem auffälligen Cage glänzt der Nike x Undercover „Daybreak” aber auch mit schlichten und schönen Details, wie dem „Undercover” Branding auf Zunge, Insole, Outsole sowie auf der Ferse. Die Ferse schmückt nämlich eine Lederapplikation, auf die das Logo von ”Undercover” gedruckt wurde – ein wie ich finde sehr schönes und wertiges Detail.

Was denke ich über den Schuh?

Meiner Meinung nach ist dieser Schuh total underrated und verdient es nicht, auf den Sale zu warten. Es ist verständlich, dass der Fersencage wohl viele Leute abschreckt, jedoch sollte man sich nicht von den Produktbildern leiten lassen, sondern von der Tatsache, dass dieser Schuh wirklich ein Brett am Fuß und unglaublich komfortabel ist!

Preislich sind Reserven von 160€ nötig. Da mögen schon einige keine Lust mehr haben, sich den Sneaker überhaupt anzusehen, aber bevor ihr 180€+ für irgendeinen 08/15 Schuh á la Nike TN ausgebt, nehmt lieber die 160€ in die Hand und kauft euch dieses tragbare Kunstwerk aus wirklich tollen Materialien und ohne Klebereste!

Wer jetzt vielleicht darüber nachdenkt, sich den Schuh zuzulegen, sollte einfach mal bei den alten Bekannten wie Solebox, Nike oder Overkill vorbeischauen und ihn mal bestellen oder vor Ort anprobieren. Es lohnt sich auf jeden Fall!

 
 

2 Replies to “REVIEW: UNDERCOVER X NIKE DAYBREAK”

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